Berichte 2019


Österreich 0:2 Schweden, Damen, 09.04.2019

Bericht folgt in Kürze.


Israel 4:2 Österreich, 24.03.2019

Nach der knappen Auftaktniederlage gegen Polen war die Mannschaft beim Auswärtsspiel in Israel bereits unter Zugzwang. Unsere Reise startete am Tag nach dem Heimspiel mit der AUA-Mittagsmaschine von Wien. Der Flug nach Tel Aviv war bei über 3 Stunden Gesamtflugzeit aber nur zu Beginn erwartungsgemäß flüssig. Nach ca. 2 Stunden wurde uns der Konsum von Alkohol verwehrt, um ein mögliches Einreiseverbot zu verhindern.

 

Nach problemloser Einreise ging es mit zwei Kleinbussen zu den Apartments an der Strandpromenade. Einer der Busse wies bereits einen Kilometerstand von über 800.000 auf – bei genauerer Betrachtung war auch der Zustand des Wagens dementsprechend. Ursprünglich hatten wir 3 Apartments für je 6 Personen gebucht, da aber eines kurzfristig nicht verfügbar war, bekamen wir ein Gratis-Upgrade zu einem größeren Apartment inkl. Garten. Dieser fungierte sogleich als idealer Ort für ein gemütliches Zusammensitzen am ersten Abend. Nach einem kurzem Anfangsschock über die Lebensmittelpreise (1 Bierdose im Supermarkt kostete 3-4€; 1 Stück Pizza 5€), endete die Terrassenparty kurz vor Mitternacht nach einem abschließenden Strandspaziergang. Zeit zum Ausschlafen blieb keine – schon um 2 Uhr Früh holte uns ein privater 19-Sitzerbus ab. Am Plan stand eine Sunrise-Tour zur Festung Masada, eine Wanderung in der Oase En Gedi sowie ein Badeaufenthalt am Toten Meer. Ein Kollege verpasste, trotz mehrmaliger Weckversuche, den Ausflug in die judäische Wüste, da er, verwirrt vom Vorabend, nicht den Weckgrund verstand und einfach weiterschlief. Der 45-60-minütige Aufstieg zur Festung Masada, über ca. 300 Höhenmeter (von -260 auf 43 Meter über den Meeresspiegel), war deutlich anstrengender als erwartet und brachte uns alle ordentlich ins Schwitzen. Alkohol und Schlafentzug trugen natürlich ihren Teil dazu bei. Ein Blick auf die Fotos zeigt aber, dass sich die Anstrengung, den Sonnenaufgang über dem Toten Meer in der jüdäischen Wüste von der Festung aus zu beobachten, bezahlt gemacht hat. Auch die Oase En Gedi, nur wenige Autominuten von Masada entfernt, hat Eindruck hinterlassen. Die Wasserfälle wurden sogleich für eine Morgendusche genutzt. Die Letzte Station war der Badeaufenthalt am Toten Meer. Am Weg zum Strand merkte man sehr gut, dass der Wasserpegel von Jahr zu Jahr zurückgeht und auch von den plötzlich auftretenden Kratern am Ufer bekamen wir einige zu sehen. Natürlich waren wir alle sehr auf den „Schwebeeffekt“ beim Baden gespannt. Bei angenehmen 23 Grad Wassertemperatur ließ sich diese Erfahrung niemand entgehen. Einmal im Leben muss man das erlebt haben! Nach dem Badespaß und einer Erfrischung an einer Strandbar, wo wir den ganzen Urlaub verbringen hätten können, ging es via Jericho (Palästina), der tiefst gelegenen und einer der ältesten Städte der Welt, wieder retour nach Tel Aviv. Der Nachmittag wurde zur Erholung genutzt, ehe abends im Garten mit der Apartmentparty losging.

 

Der nächste Tag (Matchtag) begann klassisch mit einem Frühshoppen zu böhmisch-mährischer Blasmusik. Man fühlte sich fast wie daheim. Mittags fuhren wir mit einem vom ÖFB organisierten Reisebus Richtung Haifa. Der frühe Nachmittag wurde von einigen zum Mittagessen, von anderen zum Sightseeing, genutzt. Pünktlich zu Stadionbeginn waren wir im modernen Sammy-Ofer-Stadium. Die zwei mitgebrachten Fahnen (90cm) sowie unsern Fetzn bekamen wir problemlos ins Stadion. Einzig das Klebeband musste beim Eingang abgegeben werden. Da im Sektor kein geeigneter Platz zum Aufhängen der Fetzn war, entschied man sich diese zu halten. Bei uns Saukarln genügten drei Personen, die sich regelmäßig abwechselten. Die Stimmung, der knapp 400 Österreicher, war anfangs recht ordentlich. Ein regelmäßiger Fahneneinsatz gab auch auswärts ein gutes Bild unserer Kurve ab. Leider enttäuschte die Mannschaft nach der 1:0 Führung komplett. Am Ende gingen wir sprachlos retour Richtung Bus und fragten uns wie wir mit solch einer Leistung gegen Slowenien, Mazedonien und Lettland punkten sollen. Eigentlich wollten wir uns danach ins Nachtleben von Tel Aviv stürzen, aber ein heftiger Sturm machte uns einen Strich durch die Rechnung. So blieb es bei einem gemütlichen Ausklang bei Schawarma- und Falafel-Pita sowie Bier und Vodka im Apartment.

 

Montags stand ein Halbtagesausflug nach Jersualem am Plan. Der gebuchte Bus hatte leider 40 Minuten Verspätung. Da wir nicht kontaktiert wurden und auch niemanden erreichen konnte, befürchteten wir schon in eine Internetfalle getappt zu sein. Das Warten hat sich allerdings gelohnt. Auf dem Programm standen der Ölberg sowie eine Führung durch die Jerusalemer Altstadt mit allen ihren Sehenswürdigkeiten (Klagemauer, Grabeskirche Jesu, Via Dolorosa, etc.). Ein Kollege dachte, dass auch dieser Ausflug eine Sauftour wird und kaufte dafür extra noch sieben Biere (nur für sich). Auf nähere Details dieser Aktion möchten wir hier gar nicht eingehen – man muss dabei gewesen sein, um das Erlebte glauben zu können. Die Führung selbst war geschichtlich sehr gut, aber politisch leider etwas einseitig erzählt. Den Ausflug rundete dann noch ein spontaner Ausflug ins sehenswerte Holocaust-Museum ab. Wenn man dachte, dass man bereits viel über den Holocaust weiß, wird man dort eines Besseren belehrt. Man könnte stundenlang dortbleiben. Da wir aber die Zeit nicht hatten gingen wir das Ganze im Schnelldurchlauf ab. Der Großteil der Gruppe machte sich anschließend wieder am Weg nach Tel Aviv, während zwei andere mit öffentlichen Bussen Richtung Aschkelon zum Zweitliga-Groundhopping unterwegs waren. Angekommen beim Sala-Stadion von Hapoel Aschkelon war, aufgrund der ausgeschalteten Flutlichter kurz vor Spielbeginn, sofort klar, dass es heute kein Spiel zu sehen gibt. Beim Wegfahren in der Früh hatten wir extra nochmals Ort und Anstoßzeit geprüft. Im nächsten Supermarkt erklärte man uns mit wenig Englischkenntnissen, Raketengeräuschen und dem Wort „Gaza“ den Grund für die Absage. Wirklich verwundert waren wir über die Absage nicht, gab es doch schon diesen Morgen einen Rakteteneinschlag nördlich von Tel Aviv bei dem 7 Menschen verletzt wurden und Ashkelon ist sogar nur etwa 15 Kilometer vom Gazastreifen entfernt. Außerdem gab es im Sala-Stadion bereits vor einigen Jahren einen Raketeneinschlag. Was uns aber mehr schockierte war die Gelassenheit der Menschen, für die ein Raktenalarm offensichtlich mittlerweile zur Normalität wurde. Von Ausnahmezustand und Panik keine Spur. Mit zwei Bier in der Hand machten wir uns anschließend auf den Rückweg nach Tel Aviv. Im Gartenapartment stieg bereits die Abschlussparty, die bis in die frühen Morgenstunden andauerte.

 

Am nächsten Tag stand nur mehr die Abreise am Programm. Aus den Nachrichten konnten wir entnehmen, dass Israel in der Nacht noch 30 Raketen auf den Gazastreifen abfeuerte und der Zugverkehr im ganzen Süden von Tel Aviv eingestellt wurde. Ohne Medien hätten wir aber von all dem gar nichts mitbekommen.

 

Die Zeit bis zum Flughafentransfer vertrieben wir uns am Bazar in Tel Aviv. Dort fanden wir eine echt super Hütte, die einer Strandbar ähnelte. Wir gönnten uns zum Abschluss noch das eine oder andere einheimische Bier, von dem wir, geschmacklich, sehr positiv überrascht waren.

 

Das Erlebte auf der Reise wird auf jeden Fall schwer zu toppen sein. Es war nicht nur eine der größten Auswärtsreisen der Saukarln, sondern es gab auch noch nie eine so gute und vielseitige Kombination aus Fußball, Kultur und Party auswärts.


Österreich 0:1 Polen, 21.03.2019

Das Heimspiel gegen Polen war der Auftakt für die EM-Qualifikation 2020. Nachdem sich die ersten zwei jeder Gruppe fix für die Endrunde qualifizieren ist ein Platz in den Top 2 das klar vorgegebene Ziel von ÖFB, Mannschaft und Fans. Zu Spielbeginn präsentierten die Hurricanes eine sehenswerte Choreografie über 2 Ränge mit dem Spruchband "Österreich ist das schönste Land der Welt". Unsere Mannschaft bot eine gute Leistung, nach 90 Minuten hatten wir aber trotzdem 0 Punkte am Konto. Schade, unsere Mannschaft hätte sich zumindest ein Unentschieden verdient. Leider war unsere Offensivabteilung, wie schon vergangenen Herbst in der Nations League, zu harmlos. Nach der Auftaktniederlage ist Österreich in Israel bereits unter Zugzwang. 3 Punkte sind Pflicht!


ÖFB-Fanclubturnier, 19.01.2019

Nach einem klaren 5:1 Sieg gegen Altheim mussten wir uns in den weiteren Gruppenspielen, gegen die GLBG-Cew 0:1 sowie gegen Käsekrainer United 2:4, geschlagen geben. Leider mussten wir mit nur 3 Punkten im Lucky-Loser-Viertelfinale antreten. Nach Siegen gegen die Fanclubs Pielachtal (4:3) und Lilliputbahn (6:3) setzten wir uns im auch im Lucky-Loser-Finale auch gegen Oed Zeillern klar mit 3:0 durch. "Es ist zwar nur der Lucky-Loser-Pokal, aber besser als mit leeren Händen nach Hause zu fahren. Also wir freuen uns schon" resümierte Vereinskassier Daniel. Besonders gefreut hat uns außerdem der Besuch von ÖFB-Sportdirektor Peter Schöttel.