Berichte 2018


Österreich 1:0 Griechenland, U21, 20.11.2018

Nach dem späten 1:0 Sieg in Griechenland, hieß es nun die Qualifikation für die EM perfekt zu machen. Als Austragungsort wurde die NV Arena in St. Pölten gewählt. Über 2800 Zuschauer und ein top motivierter Fansektor ließen sich dieses wichtige Spiel nicht entgehen.

 

Das Spiel startete mit Schüssen auf beiden Seiten, flachte dann aber vor allem aus österreichischer Sicht ab. Abgesehen von vielen Fehlpässen passierte in der ersten Hälfte dann auch nicht mehr viel.

 

Die zweite Halbzeit begann dann schon mit einem Paukenschlag. Nach fünf Minuten bekam unser Team einen Freistoß aus rund 25 Metern zugesprochen. Altach-Angreifer Adrian Grbic verwandelte diesen ins Tormanneck und brachte das Team somit in eine komfortable Situation. Während die Griechen natürlich versuchten das Spiel zu drehen, hatten die Österreicher weiterhin die besseren Möglichkeiten. Bei kalten Temperaturen spannte uns der Schiedsrichter mit 5 Minuten Nachspielzeit noch länger auf die Folter. Doch dann war es soweit und unser U21 Team siegte wie schon im Hinspiel mit 1:0. Obwohl es über weite Strecken kein fußballerischer Leckerbissen gewesen ist, gibt es für die Heimmannschaft nun allen Grund zum Feiern. Die Teilnahme an der U21 EM 2019 ist fixiert.

 

Trotz des tollen Erfolgs wurde unsere Freude vom Team höchstpersönlich doch noch getrübt. Obwohl die Stimmung über 95 Minuten so gut wie wohl noch nie bei einem U21 Spiel war, hielt es die Mannschaft für angebracht, sich nur an der Seitentribüne fürs Erscheinen zu bedanken, denn der Support kann nicht der Grund gewesen sein. Erst nachdem die Kurve minutenlang fast schon betteln musste, erschienen die Spieler dann doch noch. Eine Aktion, die jedem, für Stimmung sorgenden, Fan doch überlegen ließ, ob es die Zeit und den Aufwand wert war, diese undankbare Truppe zu supporten. Trotzdem gratulieren wir dem Team zur Teilnahme und hoffen, dass in Zukunft der Einsatz der Fans auch gewürdigt wird.


Nordirland 1:2 Österreich, 18.11.2018

Das Auswärtsspiel in Nordirland war anzahlmäßig eines der Größten in der Geschichte der Saukarln. Leider blieb uns nach dem Unentschieden gegen Bosnien das große Endspiel, um den 1. Platz in der Nations-League Gruppe B3, in Belfast verwehrt. Dies minderte Stimmung und Vorfreude aber nicht wirklich.

 

Für beide Abordnungen (Sektion NÖ/Wien sowie Sektion Salzburg) begann die Reise einen Tag vor dem Matchtag. Die Niederösterreicher flogen von Wien via London-Heathrow nach Belfast, während die Salzburger von Salzburg via London-Stansted nach Dublin und weiter mit dem Bus nach Belfast reisten. Nach dem Check-in im neu gebauten easyHotel machte sich der Großteil sofort auf die Suche um gegen die drohende Unterhopfung anzukämpfen. Pubs gibt es zwar genug in Belfast, jedoch gestaltete sich die Suche aus 2 Gründen etwas schwieriger als erwartet. Erstens: Es lief gerade das Rugbyspiel Irland gegen Neuseeland, wodurch Pubs alle sehr gut besucht waren und es für eine Gruppe von über 20 Personen schwer war noch hineinzukommen. Zweitens: Immer wieder wurde uns der Eintritt aufgrund unserer Fußballfarben (Fankleidung) verwehrt. Schlussendlich fanden wir ein nettes Pub, wo nach dem Rugbyspiel sogar Livemusik auftrat. Als wir nach dem Konsum von einigen Bieren das eine oder andere Lied anstimmten, wurden wir jedoch rausgeschmissen. Einige machten sich auf der Suche nach einem neuen Pub, für andere war es ohnehin schon Zeit fürs Bett.

 

Der Matchtag begann wie gewohnt mit einem kleinen Frühshoppen im Hotelzimmer, da die Pubs in (Nord)irland sowieso erst um 12 Uhr öffnen dürfen. Kurz vor 11 Uhr machten wir uns dennoch auf die Suche nach einem Pub, das bereits Alkohol ausschenkte. Natürlich konnten wir keines finden. Erst als ein Ire uns einen geheimen Tipp gab. Keine 10 Minuten von unserem Hotel entfernt gibt es ein Pub, dass von außen aussieht als ob es zugesperrt hat. Wenn man jedoch an die Tür klopft, wird einem die Tür geöffnet und drinnen ist normaler Barbetrieb – illegal natürlich. Aber das störte uns nicht weiter. Aufgrund der günstigen Bierpreise blieben wir dort bis zum Fanmarsch. Um 14 Uhr trafen wir uns mit den anderen Fanklubs zum gemeinsamen Marsch zum Stadion.

 

Das Spiel selbst war im Endeffekt bis zur 90. Minute wieder nicht das was wir uns von der Mannschaft erwarten würden. Mit dem Last-Minute Sieg wurde dennoch ausgiebig gefeiert. Die 3 Punkte könnten hinsichtlich Nations-League Play-off und EM 2020 noch viel wert sein.

 

Die Heimreise trat die Sektion NÖ/Wien am nächsten Tag in der Früh wieder via London an, während die Salzburger mit dem Bus nach Dublin fuhren und dort noch einen weiteren Tag auf der Insel verbrachten.

 

Tom G. nutze die weitere Kur um seine chronische „hypo humulus“ (Unterhopfung) zu stillen. Wie lange der Aufenthalt auf der Insel seinen Durst stillen konnte, kann jedoch bis dato noch nicht gesagt werden.


Österreich 0:0 Bosnien-Herzegowina, 15.11.2018

Etwa 20 Saukarln wollten sich das Spiel nicht entgehen lassen. Leider konnten wir mit dieser Anzahl an Mitglieder nicht an die letzten Spiele im Prater anknüpfen, was vermutlich hauptsächlich am Spieltag Donnerstag sowie der späten Anstoßzeit (20:45 Uhr) lag.

 

Die Ausgangslage war klar, es musste unbedingt ein Sieg her um den Traum vom Aufstieg in Gruppe A der Nations-League noch verwirklichen zu können. Das Wiener Ernst-Happel-Stadion war an diesem Tag mit etwa 37.000 Personen sehr gut gefüllt. Allerdings muss man leider anmerken, dass wohl mehr als die Hälfte im Stadion von Fans des bosnischen Teams gestellt wurden. Diese sollten an diesem Abend immer wieder mit Böllerwürfen und Einsatz von Pyrotechnik auffallen. Richtig gute akustische Stimmung schafften sie die meiste Zeit nicht. In unserer Fankurve wurde von den Hurricanes eine Choreo über die Mittelblöcke im ersten Rang C/D geplant die mit etwas Verzögerung in der fünften Spielminute dann auch sehr erfolgreich durchgeführt wurde. Die Stimmung war leider über das gesamte Spiel nicht wirklich zufriedenstellend. Auch die Leistung des Teams nicht. Bis auf ein paar Halbchancen wurde den Zuschauern vom österreichischen Team in der ersten Hälfte nicht viel geboten. Die Bosnier hatten in den ersten 45 Minuten zwei gute Chancen die aber nicht genutzt wurden. Nach der Pause hätte Österreich in Führung gehen müssen. Die Chance wurde aber leider nicht genutzt. Im Laufe der zweiten Halbzweit hatte dann auch Bosnien noch einige Chancen. Nachdem Österreich aber auch gegen Ende des Spiels leider zu wenig Risiko ging, blieb es bei einem 0:0 Unentschieden.

 

Bosnien war damit fix Gruppensieger, Österreich fix Zweiter und die Nordiren Dritter und somit Absteiger in die Gruppe C. Durch dieses Ergebnis blieb uns das heiß ersehnte finale Entscheidungsspiel in Nordirland verwehrt. Mit der heutigen Leistung bzw. den Leistungen in den anderen Nations-League-Spielen wäre Platz 1 aber ohnehin nicht verdient gewesen.


Dänemark 2:0 Österreich, 16.10.2018

Die Auswärtsreise nach Dänemark begann bereits früh morgens am Sonntag, 14. Oktober. Sechs, noch etwas verschlafene Saukarln, machten sich auf dem Weg zum Flughafen Wien/Schwechat um von dort die 4-tägie Auswärtsreise in Angriff zu nehmen! Mit einer AUA Maschine ging es in das ca. 1000km entfernte Kopenhagen! Um 9:25 landete die Maschine planmäßig in Kopenhagen und wir stillten den ersten Durst in einem netten Pub am Flughafen Kopenhagen. Danach ging es per Bahn zum Hauptbahnhof Kopenhagen um unser Gepäck dort zu verstauen und erstmal die Stadt zu erkunden. Nach einem kurzen Mittagessen setzen wir dieses Vorhaben auch in die Tat um. Dabei besuchten wir die schöne Innenstadt, den Hafen, das Stadion bzw. den Fanshop des FC Kopenhagen und verfolgten auch einige Zeit, eher durch Zufall, ein unterklassiges dänisches Fußballspiel. Anschließend holten wir unser Gepäck aus dem Bahnhofsschließfach und bezogen unser Hotel im Bahnhofsviertel von Kopenhagen. Am Abend des ersten Tags suchten wir dann, wie so oft auf dieser Auswärtsreise, ein leckeres Burger-Lokal auf- Zwei unserer Reisegruppe begaben sich anschließend noch auf eine kleine Pubtour, während der Rest sich schon in das sehr kleine 6-Bett Zimmer zurückgezogen hat.

 

Nach einer langen Nachtruhe beschlossen wir am Beginn des zweiten Tages das nur ca. 40 Minuten entfernte Malmö zu besuchen. Nach der kurzen Zugreise über die knapp 8km lange Öresundbrücke begaben wir uns zu Fuß in die wirklich nette, kleine Innenstadt von Malmö. Auch die Parks konnten sich sehen lassen und so spazierten wir eine Weile durch Malmö. Vor der Rückreise nach Kopenhagen genehmigten wir uns noch das eine oder andere Bier in einem schönen Lokal am „Lilla-Platz“ von Malmö. Zurück in Kopenhagen beschlossen wir den Stadtteil „Christiania“ zu besuchen. Anschließend genossen wir ein Abendessen in einem Mexikanischen Restaurant. Einige von uns besuchten am Abend wieder die Pubs im Bahnhofsviertel. Hier kam es für zwei unserer Mitglieder zu einem unschönen Zwischenfall: Bei einem „Pubwechsel“ wurde man auf einer sehr kriminell scheinenden Straße von einem zwielichtigen Typ, unter Morddrohung, um umgerechnet 100 € gebracht. Nach einem kleinen Schockbier ging es dann retour ins Hotel um für den Matchtag ausgeschlafen zu sein.

 

Am Dienstag war es dann endlich soweit. Gegen Mittag checkten wir aus dem Hotel in Kopenhagen aus und fuhren mittels Reisezug in das ca. 300km entfernte Herning, wo das Match im Heimstadion des FC Midtjylland stattfinden sollte. Auf der Zugreise wurden ein paar Getränke konsumiert, um sich in altgewohnter Manier auf das freundschaftliche Auswärtsspiel vorzubereiten. In Herning angekommen checkten wir gleich in unser Hotel ein. Im hauseigenen Spa-Bereich ließen wir es uns noch eine Weile gut gehen, bevor es zur Stärkung noch in ein Pub ging. Per Shuttlebus um umgerechnet 3 Euro fuhren wir zur MCH Arena. Zum Spiel selbst kann man leider nicht viele Worte verlieren. Nur knapp 90 Österreicher nahmen die Auswärtsreise nach Dänemark auf sich. Unsere ersatzgeschwächte Mannschaft präsentierte sich über die gesamte Spielzeit nicht in Bestform und war den Dänen die meiste Zeit unterlegen. Da es sich ja nur um Testspiel handelte nahm es aber der Großteil recht gelassen, liegt doch das Augenmerk auf den beiden restlichen Partien der Nations League.

 

Am letzten Tag ging es wieder per Zug zurück nach Kopenhagen. Dort verstauten wir unsere Koffer erneut in einem Schließfach und begaben uns nochmals in die Fußgängerzone. Nach einem gemeinsamen Abendessen ging es zum Flughafen und von dort planmäßig wieder zurück nach Wien. Trotz des mäßigen Ergebnisses für unsere Elf war es wieder eine sehr gelungene Auswärtsreise!


Österreich 1:0 Nordirland, 12.10.2018

Endlich wieder ein Pflichtspiel im Happel Stadion! Nach dem verlorenen Auftaktspiel in Bosnien war hier ein Sieg Pflicht. Trotzdem hatte das Nationalteam wieder mit bekannten Problemen zu kämpfen à Verletzte. Zum bereits seit längerem verletzten Kapitän Julian Baumgartlinger gesellten sich David Alaba, Florian Grillitsch und Michael Gregoritsch. Der Ausfall von Gregoritsch bescherte uns im Gegenzug die Nominierung eines alten Bekannten - Marc Janko war wieder da!

 

Das erste Aufeinandertreffen der Nationen gab es bereits nachmittags auf dem Elektra Platz. Hier trafen Mitglieder der österreichischen Fanklubs auf eine Auswahl mitgereister nordirischer Fans. Das Spiel begann bitter und bescherte den Nordiren sehr früh die Führung. Doch das österreichische Team zeigte Moral und drehte die Partie um. Der Sieg blieb uns aufgrund eines späten Elfmeters der Nordiren dennoch verwehrt und somit trennten sich die Fans mit einem 2:2 Unentschieden. Dieses Ergebnis galt es für unser Nationalteam natürlich zu toppen.

 

Über die erste Hälfte gibt es wenig bis nichts zu erzählen. 4:1 Schüsse für Österreich wobei es keiner aufs Tor schaffte. Die einzigen Höhepunkte waren Paddy McNair, der bei einem Einwurf die Linie hoch- und runterlief bis der Schiedsrichter keine Lust mehr hatte und den Österreichern den Einwurf zusprach und der nordirische Torhüter Peacock-Farrell, der einen Rückpass aufnahm und so einen indirekten Freistoß für Österreich verursachte.

 

In der zweiten Halbzeit sollte sich das jedoch ändern. Arnautovic und McNair waren schnell mit großen Möglichkeiten zur Stelle, die von Peacock-Farrell und Lindner hervorragend entschärft wurden. Auch Sabitzer und Davis kamen zu großen Möglichkeiten. Doch erst als die Begegnung wieder abflachte und das Niveau sank, schickte Zulj Arnautovic Richtung Tor, der eiskalt zur Führung und zum 1:0 Endstand einnetzte. Der Ausgleich blieb den Nordiren in der 85. Minute verwehrt, als Kultfigur Will Grigg per Kopf nur die Stange traf und so die größte Chance nicht verwerten konnte.

 

Somit fuhr unser Nationalteam den extrem wichtigen 3er zu Hause ein und wahrt die Chance auf den Gruppensieg in der Nations League. Als nächstes gilt es Bosnien-Herzegowina zuhause mit 2 Toren oder mehr zu schlagen und in Nordirland den Gruppensieg zu holen.


Bosnien-Herzegowina 1:0 Österreich, 11.09.2018

Die Auswärtsreise nach Bosnien-Herzegowina wurde bereits lange Zeit mit Spannung erwartet. War es doch das erste Pflichtspiel nach 9 Freundschaftsspielen in Folge. Die zuletzt gezeigten Leistungen stimmten uns sehr positiv, dass wir auch im ersten Nations-League-Spiel punkten werden.

 

Insgesamt reisten 9 Saukarln in zwei Gruppen nach Bosnien. Die 7 Burschen hatten einen Flug über Zagreb nach Sarajevo gebucht. Die 2 Mädls reisten über Belgrad mit dem Flugzeug an, da diese Variante bei der Nachbuchung günstiger war. Direktflüge kamen aufgrund des Preises nicht in Frage. Sonntagmorgen ging es für beide Gruppen los. In der Altstadt von Sarajevo hatten wir ein 90m² Apartment gebucht, dessen Lage sich als perfekt herausstellte. In der Straße waren zahlreiche Pubs, Cafés und Geschäfte. Besonders beliebt war bei uns jedoch der 24-Stunden Supermarkt „Konzum“ direkt gegenüber von unserem Apartment, denn so konnten wir jederzeit plötzlich auftretender Unterhopfung sofort entgegenwirken. Das Sarajevsko-Bier war geschmacklich schwer in Ordnung. Die sehenswerte Altstadt Sarajevos kann innerhalb weniger Stunden locker besichtigt werden. Am Montag entschlossen wir uns mit der Gondel auf den Hausberg „Trebevic“ zu fahren. Die Gondelanlage, die während der olympischen Winterspiele 1984 als erleichterter Zugang zum Berg diente, sowie im Bosnienkrieg 1992-95 zerstört wurde, ging erst dieses Jahr wieder in Betrieb. Am Berg selbst gab es außer einem herrlichen Blick auf die Stadt nicht viel zu sehen. Die Wege zu der ehemaligen Olympiaanlage waren schlecht bis gar nicht beschrieben. Als einige von uns nicht mehr weitergehen konnten, da sie bereits starke Anzeichen einer Unterhopfung hatten, kam ein netter Bosnier und versorgte uns mit edlem Hopfensaft. Somit konnten wir der bevorstehenden Unterhopfung gerade noch entgehen. Montagabend besuchten wir dann noch ein traditionell bosnisches Lokal direkt am Miljacka-Fluss. Die unterirdische Leistung der Bedienung (es dauerte 50 Minuten bis wir die Getränke am Tisch hatten), machte das gute Essen wieder etwas wett.

 

Der Dienstag stand natürlich ganz im Zeichen des Spieles. Vormittags begannen wir bereits in unserem super Apartment vorzuglühen und setzten mittags und am frühen Nachmittag in einem Lokal in der Altstadt fort. Die Anreise in die 80 Kilometer entfernte Industriestadt Zenica, wo das Spiel gegen Bosnien stattfand, planten wir ursprünglich per Taxi. In Sarajevo gibt es leider kein UEFA-taugliches Stadion für Länderspiele. In dem Lokal trafen wir dann jedoch auf einen Kellner der 4 Jahre in Wien wohnte und somit super Deutsch sprach. Er meinte, dass wir bei den Taxis total abgezockt werden würden. Mit 9 Personen hätten wir vermutlich 3 Taxis benötigt, da ein 7-Sitzer spontan schwer aufzutreiben gewesen wäre. Wir hätten vermutlich ca. 400 Euro für hin- und retour bezahlt. Noch dazu hätten wir das Risiko gehabt nach dem Spiel in Zenica keine 3 Taxis für die Rückfahrt zu bekommen. Der Kellner tätigte anschließend ein paar Anrufe und organisierte uns über einen Freund drei Privattransfers für 200 Euro. Der Deal war, dass wir erst bezahlen, wenn wir wieder in Sarajevo sind, da wir somit die Sicherheit hatten, dass die Fahrer auf uns in Zenica warten. Die Transfers klappten wie ausgemacht und wir wurden sogar bis zum Auswärtssektor eskortiert. Einer der Fahrer ist dann auch mit uns ins Stadion mitgegangen. Es war eine Win-win-Situation für beide Seiten.

 

Über das Spiel selbst wollen wir nicht viel berichten. Nach den zuletzt gezeigten Leistungen gingen wir doch sehr optimistisch in dieses Spiel, es war aber leider eine sehr enttäuschende Leistung unserer Mannschaft. Die Stimmung der rund 350 Österreicher war Anfangs sehr gut, wurde aber dann im Laufe des Spiels etwas schwächer. Bosnien steht nun bereits mit 6 Punkten am 1. Tabellenrang, somit ist ein Sieg im Heimspiel gegen Nordirland Pflicht, will man noch die Chance auf den Gruppensieg wahren.

 

Die Heimreise für die 7 Burschen erfolgte Mittwochmorgen problemlos. Die Mädls, deren Flug über Belgrad erst für Nachmittag geplant war, hatten jedoch massive Probleme. Aufgrund der beschädigten Landebahn in Belgrad hatte der Flug ca. 4 Stunden Verspätung, womit sie den Anschlussflug nach Wien verpassten und auf Belgrad – Skopje – Wien umgebucht wurden. Schlussendlich kamen sie dann Donnerstag 06:00 Uhr statt Mittwoch 20:00 Uhr in Wien an. Vor allem die fehlenden Informationen und langen Wartezeiten zehrten sehr an den Nerven.

 

Dem an massiver „hypo humulus“, umgangssprachlich auch Unterhopfung genannt, leidenden Tom wurde ein weiterer Kurantrag genehmigt. Er hat sich für die Nordirlandauswärtsreise entschieden, weil die Insel seit Jahren als Pilgerstätte für schwerkranke „Unterhopfungspatienten“ gilt. Die SKÖ wünschen ihm nur das Beste und hoffen, dass sich sein Zustand dort wieder aklimatisiert.


Österreich 2:0 Schweden, 06.09.2018

Nach der Sommerpause stand ein freundschaftliches Länderspiel gegen Schweden an. Es war zudem die Generalprobe für das bevorstehende Nations-League-Auftaktspiel kommende Woche in Bosnien.

 

Aufgrund des am selben Tag stattfindenden Business-Runs musste der ÖFB in die frisch sanierte Generali-Arena ausweichen. Die Austria-Fantribüne stand bei diesem Spiel exklusiv ÖFB-Fanclubs, welche der Wiener Austria zugehörig sind oder eine Austria Mitgliedschaft besaßen, zur Verfügung. Alle anderen Fanclubs, darunter wir Saukarln, waren vis-a-vis untergebracht. Vor einer bescheidenen Kulisse von 11.000 Zusehern ging es um 20:45 los.

 

Mit dem Einlauf kam es zu einer Doppelhalter- und Fahnenchoreographie, für die auch sämtliches Equipment der Saukarln mit ins Stadion geschleppt wurde. Stimmungstechnisch gestaltete sich der Support schwierig, da einerseits die Fanclubs örtlich getrennt saßen, andererseits auch die gewohnte Lautsprecheranlage nicht vorhanden war. Wir taten, etwas abseitsstehend, unser Bestes, die von den Hurricanes angestimmten Fangesänge über die Tribüne zu tragen.

 

Das Spiel war nicht gerade von Chancen geprägt. Der erste Treffer fiel mitunter glücklich als Eigentor. David Alaba setzte mit dem 2:0 ins lange Eck den Schlusspunkt. Unter Strich steht ein verdienter Sieg, welcher uns für den Nations-League Auftakt positiv stimmt.

 

Auf die Aussage von Franco Foda (“Enttäuschend, die Mannschaft hätte viel mehr (Zuschauer, Anm.) verdient.”) möchten wir zu denken geben, dass es sich wohl viele Fußballbegeisterte bei Ticketpreisen von bis zu 48EUR pro Ticket zweimal überlegen, ob sie ein Freundschaftsspiel besuchen sollen.

 

Bereits in ein paar Tagen geht es für eine Abordnung per Flugzeug weiter nach Bosnien, um unser Team im ersten Pflichtspiel und Foda lautstark zu unterstützen.


Österreich 4:1 Finnland, Damen, 04.09.2018

Trotz der frühen Anstoßzeit um 17:00 und der bereits verlorenen WM Qualifikation war für uns Saukarln klar, dass die Damenmannschaft unsere Unterstützung in Wr. Neustadt benötigt. Insgesamt motivierten sich 8 Leute um per Zug von Wien aus den Weg ins Industrieviertel anzutreten. Kaum in Wr. Neustadt angekommen machte man Bekanntschaft mit einer Person die "im Gitterbett mit der Wieselburger Flasche aufgezogen wurde" und sich sehr freute da wir eine Dose dieses köstlichen Kaltgetränkes an dem sonnigen Spätsommernachmittag genossen.

 

Der Eintritt ins Stadion erfolgte unkompliziert. Wir platzierten uns ganz außen im Stadion und bezogen den Fansektor. Beachtlich, es gab sogar ein Vorsängerpodest. Zu Beginn war unklar, ob und wer die Stimmung vorgeben soll. Bedingt dadurch, dass die Hurricanes zum Großteil das Spiel aufgrund der Anstoßzeit boykottierten, stellten diesmal die Saukarln den Vorsänger. Getrommelt wurde ab der zweiten Halbzeit kurzerhand auf einer umfunktionierten Mülltonne. Die Stimmung war konstant über 90 Minuten - mit einigen Unterbrechungen, die aber bei einem Damenspiel zu erwarten waren - gut. Es formierte sich ein kleiner Block, auch die anderen Stadionbesucher konnten mehrmals zu "Steht auf für unser Österreich" oder "Immer wieder Österreich" motiviert und mitgerissen werden. Sogar die Welle ging über die Haupttribüne. Sportlich lief es auch sehr gut: Ein verdienter und ungefährdeter 4:1 Heimsieg! Bitterer Beigeschmack: Eine echte Welle und Verabschiedung vom Fansektor blieb von Seiten des Damenteams aus!


Österreich 0:3 Brasilien, 10.06.2018

Das Spiel sorgte bereits im Vorfeld für Diskussionen im Fanclub, einerseits freuen wir uns über Wien Spiele und freundlichen Anstoßzeiten, andererseits war klar, dass ein „Samba-Kick“ am Vatertagsnachmittag zu einem „Gemma Redkordwödmasta schaun“ werden kann. Bereits im Vorfeld warben die Hurricanes für einen Fanmarsch der um 12:30 am Riesenradplatz startete.

 

Unsere Anreise gestaltete sich sehr individuell. Ein großer Teil von Fanclubmitgliedern reiste per Zug an um sich kurz nach 12:30 beim Riesenrad einzufinden, andere Teile der Mitglieder kamen erst im Laufe des Nachmittags per Bahn oder per Auto nach Wien, manche erst ganz kurz vor Spielbeginn. Die von den Hurricanes organisierte Choreographie zeigte ein Spruchband WIR SIND DAS FEUER DAS STETS WEITERBRENNT kombiniert mit einer Zettelchoreographie. Stimmungstechnisch war der Nachmittag ein ständiges Auf und Ab, wobei die vielen Menschen die sich sogar im Fansektor hinsetzten und sich sonnen ließen, relativ stark zu einem Ab beitrugen. Unser neues großes Transparent war erfolgreich erstmals im Prater vertreten, unsere zwei Schenkfahnen wurden aus diversen Gründen nicht mitgebracht – nächstes Mal wieder.

 

Besonders erfreulich: Das Team rund um Kapitän Baumgartlinger (er besonders) verabschiedete sich intensiv von der Fankurve. Danke dafür! Die Länderspielfreizeit im Sommer überbrücken wir heuer wieder mit Kleinfeldturnieren und Armtrainings. Weiter geht´s im September.


Österreich 2:1 Deutschland, 02.06.2018

Österreich spiel ein Freundschaftsspiel gegen Deutschland? Kurz nachdem die Meldung bestätigt wurde kam im Fanclub helle Freude auf. Spiele gegen unsere Nachbarn sind immer etwas Besonderes, mindestens so besonders auch der Spielort: Klagenfurt. Ein Doppelspiel mit Slowenien im Abo sollte auch gegen unattraktive Gegner Zuschauer bringen. Das Slowenienspiel war sehr schlecht besucht, das Spiel gegen Deutschland natürlich schnellstens ausverkauft.

 

Der Andrang im Fanclub war mit einem Wienspiel zu vergleichen. Aus diesem Grund entschieden wir uns für eine Anreise per Charterbus. Bereits um 09:00 war am östlichsten Zipfel Österreichs Treffpunkt, schon Tage im Vorhinein wurden Hopfensmoothies und diverse andere Erfrischungsgetränke sowie Snacks in Form von Semmelwurst oder Wurstsemmeln (je nachdem wer sie belegte) vorbereitet. Die Anreise gestaltete sich feucht, fröhlich – feuchter als Lieb war aber nicht die Busfahrt, sondern unsere Empfang in Klagenfurt rund 100 Minuten vor Anstoß.

 

Heftige Regenschauer gepaart mit Hagel verzögerten das Spiel – kurzzeitig dachte man schon an eine Absage. Schlussendlich wurde der Rasen nicht allzu stark zerstört, leider aber die Choreographie (organisiert von den Hurricanes). So gab es zu Spielbeginn nur ein Schalintro. Unsere beiden großen Schwenkfahnen waren im Dauereinsatz über 90 Minuten. Der Spielverlauf ist bekannt und oft rezitiert – wir können uns nur anschließen: Ein historischer Tag voll Freude!

 

Freud und Leid liegt aber bekanntlich nah beieinander, so kehrten wir nicht in unser Stammbeisl, dafür aber in ein Krankenhaus ein. Ein Fanclubmitglied hatte sich verletzt und musste auf der Unfallambulanz behandelt werden. Gute Besserung!


Österreich 1:0 Russland, 30.05.2018

Das Freundschaftsspiel gegen Russland war die erste Partie einer bevorstehenden Testspielreihe. Weitere Leckerbissen gegen Deutschland und Brasilien sollten während der nächsten 10 Tage folgen. Ausgetragen wurde die Partie im Tivoli-Stadion in Innsbruck. Stimmungs- und Anreisetechnisch vergleichbar mit einem Auswärtsspiel machten sich 8 Saukarln am Spieltag auf den Weg. Im Railjet begannen die Spielkarten bei einigen „Bummerln“ zu glühen. Eine Abordnung inspizierte währenddessen das Getränkesortiment im Speisewagen. Angekommen in Innsbruck vertrieben wir uns die verbleibende Zeit bis zur Stadionöffnung in den örtlichen Lokalitäten. Nach Konsumation einiger Gerstenkaltschalen ging es voll motiviert zum Tivoli.

 

Erstmals war unser neu gemalter Heimfetzen mit im Gepäck, der sorgfältig in Position gebracht wurde. In einem chancenarmen Spiel brachte uns Alessandro Schöpf in Führung – es war das Goldtor wie sich später herausstellen sollte. Stimmungstechnisch brachte dies kaum Veränderung. Das Innsbrucker Publikum, der Fansektor geprägt von Familien und Sitzenden, war nicht für den aktiven Support zu gewinnen.

 

Unsere Heimreise mit dem Nightjet war mühsam. Eine Sitzplatzreservierung ist in diesen Zügen nicht möglich. Der Zug war hoffnungslos überfüllt. Wir mussten ins für die nächsten 6(!) Stunden mit Stehplätzen am Gang begnügen. Müde und geschlaucht kamen wir mit Verspätung um sieben Uhr morgens in Wien Meidling an. Es bleibt zu hoffen, dass Spiele in den Bundesländern zukünftig wieder zur Ausnahme werden. Aus Fanclubsicht sind diese neben Reisestrapazen auch immer wieder mit uneinsichtigen Fans im Sektor verbunden, die unseren Support mit Fahnen grundsätzlich ablehnen.


Luxemburg 0:4 Österreich, 27.03.2018

Aufgrund eines krankheitsbedingten Ausfalls, traten wir die Auswärtsreise nach Luxemburg nur zu fünft an.  Wir reisten am Vorabend mit einem Nightjet der ÖBB von Wien nach Frankfurt. Anschließend ging es mit einem ICE nach Koblenz und von dort weiter mit einem Regionalzug nach Luxemburg. Insgesamt dauerte die Anreise 16 Stunden.

Der Nachmittag wurde zum Sightseeing in der Innenstadt genutzt. Das rätselhafte in Luxemburg war, dass wir immer erst herausfinden mussten, ob die Leute Deutsch, Französisch oder Englisch sprechen.

Vier Stunden vor Spielbeginn trafen wir uns mit den anderen Fanklubs in einer kleinen Bar am Rande des Parc de Ville, wo wir uns gemeinsam auf das Spiel einstimmten. Das besondere an, vor allem kleinen, Auswärtsfahrten ist, dass man fast immer dieselben Gesichter sieht und sich somit mit den anderen Fanklubs gut austauschen kann (was bei großen Spielen nur bedingt möglich ist).

 Während unseres Aufenthalts in Luxemburg regnete es fast die ganze Zeit über. Hinzu kam, dass der Gästesektor nicht überdacht war. Aber egal! Die Stimmung der 150 Österreicher war trotzdem top und der Sieg der Mannschaft nie gefährdet. Auch das dritte Spiel unter Franco Foda konnte gewonnen werden - so kann es gerne weiter gehen!

 Die Rückreise erfolgte nach Spielende mit dem Flixbus. In 16 Stunden ging es über Metz, Straßburg, Karlsruhe, Stuttgart und München zurück nach Wien. Eine anstrengende Reise, die Erinnerungen an die lange Busfahrt nach Montenegro 2015 weckte!


Österreich 3:0 Slowenien, 23.03.2018

Spiel in Klagenfurt, das bedeutet schon bei der Ankündigung Missgunst bei den Fans. Trotzdem machte sich ein Neunsitzerbus mit Saukarln auf die Reise zum Wörthersee. Bereits in den letzten Jahren hatte man bei Spielen gegen die Slowakei aber auch gegen Finnland eine miserable Stimmung und hitzige Diskussionen erleben müssen.

 

Es ging zu Mittag vom Hauptbahnhof Wien aus weg, diesmal blieben wir aber auf der Straße. Das größte Lob an diesem Tag gebührt wohl unserem Fahrer, statt mehreren Litern Bier begnügte er sich mit einem Liter Filterkaffee und musste dabei wegen verlorenen Geldbörsen Umwege von dutzenden Kilometern fahren. Schlussendlich gelang es aber, pünktlich zu Stadionöffnung vor Ort zu sein. Der Einlass und Aufbau gestaltete sich sehr einfach, viele Fanclubs reisten mit kleinen Fetzen an sodass genügend Platz war. Die 3m Teleskopfahne wurde durchgängig bedient, zu Beginn gab es ein schönes Doppelhalterintro. Nach einem stimmungstechnisch enttäuschenden Spiel wurden wir sogar zweimal von McDonals enttäuscht, die Fastfoodkette sperrte nämlich zweimal vor unserem Türen die Küche. Wenigst konnten wir noch einiges an Bier in den Bus ziehen. Wir sind schon auf das Deutschlandspiel in Klagenfurt gespannt - kann nur besser werden!


ÖFB-Fanclubturnier, 27.01.2018

Nach Platz 3 in der Gruppe D konnten wir uns im Viertel- und Halbfinale der Lucky Loser Wertung durchsetzen. Im Finale der Lucky Loser Wertung mussten wir uns gegen Altheim geschlagen geben. Besonders gefreut hat uns, dass Franco Foda und Dominik Thalhammer einige Zeit vorbeischauten.