Berichte 2017


Östereich 2:1 Uruguay, 14.11.2017

Zum Abschluss des Länderspieljahres 2017 stand ein Freundschaftsspiel gegen Uruguay auf dem Programm. Zugleich war es das erste Spiel unseres neuen Teamchefs Franco Foda. Es galt ein durchwachsenes Jahr 2017, in dem man die WM-Qualifikation verpasst hatte, versöhnlich abzuschließen. Den kühlen Temperaturen und vergleichsweise ungünstigen Spieltermin an einem Dienstagabend trotzten nur 11.700 Fans. Das Spiel nahm rasch Fahrt auf. Marcel Sabitzer brachte uns bereits in der 6. Minute in Führung. Nach dem kurz darauffolgenden Ausgleich war es Louis Schaub, der uns in der 87. Minute mit einem direkt verwandelten Freistoß den Sieg, und Franco Foda einen Einstand nach Maß, bescherte. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass das Spiel im Zeichen des 25. Todestages von Ernst Happel stand. Ihm zu Gedenken gab es u.a. ein Spruchband der Hurricanes.


Moldawien 0:1 Österreich, 09.10.2017

Am 9. Oktober 2017 fand das letzte Qualifikationsspiel, für die Weltmeisterschaft in Russland 2018, gegen Moldawien, den Tabellenletzten der Gruppe D, statt. Die Auswärtsreise nach Chişinău, die Hauptstadt der Republik Moldau, traten insgesamt 4 Saukarln an. Das Flugzeug hob bereits 2 Tage vor dem Spiel und 1 Tag nach dem sensationellen 3:2 Last-Minute Sieg gegen Serbien, dem späteren Gruppensieger, von Wien ab.

 

Da Moldawien zu den ärmsten Ländern Europas zählt, waren wir sehr gespannt was uns vor Ort erwarten würde. Nach 1,5 Stunden Flug mit der AUA wurde jeder Einreisende am Flughafen erstmal sehr herzlich, mit einer kleinen Flasche Rotwein als Gastgeschenk, begrüßt. Unser Taxi zum Apartment war leider nicht mit einem Navi ausgestattet, weshalb sich die Fahrt etwas schwierig gestaltete. Nach 1 Stunde unfreiwilliger Stadtrundfahrt durch Chişinău, inkl. mehrmaligen „im Kreis fahren“ und Nachfragen bei einigen Passanten, schafften wir es schlussendlich doch ins „Luxury Apartment“. Zum Vergleich: 10 Minuten dauerte die Rückfahrt 3 Tage später mit einem Taxi mit Navi.

 

Das Apartment wurde seinem Namen übrigens durchaus gerecht. Außerdem hatten wir vom 6. Stock eine gute Aussicht über die vielen Plattenbauten der Stadt. Den Flair des ehemaligen Ostblocks konnte man hier richtig spüren. Sehenswürdigkeiten gibt es leider nur wenige zu erkunden, noch dazu regnete es die vollen 3 Tage über, weshalb wir größtenteils nur zum Einkaufen in das nahegelegene Einkaufszentrum gingen. Die wohl schönste Attraktion ist die Ciuflea-Kirche, die mit ihrer blau-goldenen Farbe sehr herausragt.

 

Allgemein muss man festhalten, dass sich die Kommunikation in Moldawien schwierig gestaltete, da die Bevölkerung wenig bis gar nicht Englisch spricht und von uns leider niemand der russischen oder rumänischen Sprache ausreichend mächtig war.

 

Am Spieltag trafen wir uns mit anderen Fanklubs in einem, inmitten eines Parks gelegenen, Lokal. Dort verkosteten wir einige moldawische Speisen und konsumierten das eine oder andere Bier. Außerdem durften wir im Lokal unsere eigene Musik abspielen, somit konnten wir uns mit Austro-Pop-Klassikern in Stimmung bringen, bevor wir den etwa 2 Kilometer langen Fußmarsch ins „Stiadionul Zimbru“ in Angriff nahmen. Zwischendurch schossen wir noch ein gemeinsames Foto inkl. rot-weiß-rotem Rauch. Kurios war, dass das Stadion einen gemeinsamen Eingang für Heim- und Auswärtsfans hatte. Die 160 mitgereisten Österreich-Fans sorgten über 90 Minuten für einen ordentlichen Support. Immer wieder kamen auch kritische Fangesänge auf, da eine Vertragsverlängerung mit Marcel Koller als Teamchef fraglich ist sowie einige Aussagen von ÖFB-Verantwortlichen in den Tagen vor dem Spiel für Aufregung sorgten. An dieser Stelle möchten wir festhalten, dass sich unser Fanclub geschlossen für eine Vertragsverlängerung mit Marcel Koller und Willi Ruttensteiner ausspricht.


Damen EM, 16.07. - 06.08.2017, Niederlande

Als begeisterte Unterstützer des Damennationalteams war für uns klar, dass wir die Reise zur Europameisterschaft antreten werden. Bereits kurz nach der Qualifikation wurden die Flüge für das Gruppenspiel gegen Frankreich gebucht. Verbunden wurde das Spiel mit einer kleinen Rundreise in den Niederlanden. Per Flugzeug ging es nach Amsterdam und mit dem Zug direkt nach Rotterdam. Dort verbrachten wir zwei sonnige Tage am Hafen, wohnten in einer netten Partystraße und erkundeten die Stadt. Anschließend ging es per Schnellzug weiter nach Utrecht wo wir im Stadtzentrum direkt vor der "Fanzone" unser Quartier bezogen. Leider war das Wetter am Matchtag nicht optimal, ein Bierchen im Gastgarten war natürlich trotzdem Pflicht. Der Fußmarsch ins Stadion gestaltete sich als recht nass - einerseits für die Kehle, andererseits für die Umwelt da es durchgehend regnete. Auf der großen Haupttribüne versuchten wir Stimmung zu machen, cirka 15 Österreicher fanden sich zu einem recht durchgängigen Support zusammen. Die Franzosen waren jedoch zahlenmäßig und auch materialtechnisch überlegen. Für die Rückreise wählten wir einen Shuttlebus wo man zufällig Bekannte aus dem Nachbarort traf - ja die Welt ist klein. Liebe Grüße an die Schetten an der Stelle! Standesgemäß wurde das Spiel bei dem einem oder anderen Bierchen gefeiert, bevor es am nächsten Tag via Amsterdam wieder nach Wien zurückging.

 

Ein sensationeller Aufstieg beflügelte uns zu einer zweiten Reise nach Holland. Es stand das EM Viertelfinale gegen die scheinbar übermächtigen Spanierinnen an. Kurzerhand fanden sich 8 Saukarln und traten per Kleinbus den rund 1.200 Kilometer langen Weg in die Niederlande an. Treffpunkt war der Tag vor dem Spiel, Abfahrt 19:00 nähe Wien. Nach einer Nacht im Auto und hunderten Kilometer Fahrt durch Deutschland, hatte man um 10:00 eine Stadionführung in Dortmund gebucht. Gestärkt durch ein reichhaltiges Frühstück in einem nahen Hotel, legten sich die einen nahe dem Bus kurz schlafen, spazierten die anderen durch die Schrebergärten nahe dem Stadion. Die Stadionführung war spannend, ein leeres Stadion wie immer beeindruckend - vor allem jenes in Dortmund kennt man ja nur reichlich gefüllt. Die Weiterreise nach Tilburg wurde ohne Zwischenfälle beendet. Leider musste man auf die mitgebrachte Fahne im Stadion verzichten. Das Spiel war außerordentlich spannend, wenn auch mit leichten Pluspunkten für die Spanierinnen. Sensationell der Aufstieg in das Viertelfinale nach dem Penaltyschießen! Der Jubel kannte zwar kaum Grenzen, trotzdem ist ein EM Viertelfinale bei 3.500 Zuschauern kein echter Nervenkitzel. Einen Nervenkitzel erlebten wir bei der Heimreise, unser Bus wurde nur wenige Meter von einem Blitz verfehlt, wir haben es aber durch ein schweres Gewitter nach Österreich geschafft. Völlig übermüdet schafften es einige unserer Mitglieder gerade noch rechtzeitig in die Arbeit!