Berichte 2016


Serbien 3:2 Österreich, 09.10.2016

Ursprünglich wollten die Auswärtsreise nach Serbien fünf Saukarln antreten. Aufgrund drei kurzfristiger Absagen, machten sich schlussendlich nur zwei von uns auf den Weg nach Schwechat. Von dort aus fuhren wir mit den Hurricanes über Ungarn Richtung Belgrad. Da wir bereits von der langen Busfahrt nach Montenegro abgehärtet waren, stellten uns die 10 Stunden Busfahrt vor keine große Anstrengung und mit reichlich Alkohol im Bus vergeht die Zeit sowieso viel schneller. Die Einreise nach Serbien dauerte ca. 1 Stunde, verlief aber ohne Probleme. Außerdem mussten wir auf einen Polizeiwagen warten, da es ab sofort per Eskorte weiterging. Ungefähr eine dreiviertel Stunde vor Spielbeginn konnten wir ins Stadion. Die ca. 300 Österreicher sorgten für gute Stimmung während des gesamten Spiels. Die heimischen Fans hingegen fielen eher durch Pyrotechnik und dem einen oder anderen Versuch in unseren Sektor zu gelangen auf. Österreich geriet im Spiel leider dreimal in Rückstand. Zweimal konnten wir ausgleichen, aber das dritte Tor sollte uns nicht mehr gelingen. Wir wussten, dass Serbien auswärts ein schweres Spiel werden würde, dennoch fuhren wir relativ enttäuscht nach Hause, da wir uns zumindest einen Punkt erwarteten. Im nächsten Quali-Spiel gegen Irland ist Österreich bereits unter Zugzwang und muss die 3 Punkte holen!


Österreich 2:2 Wales, 06.10.2016

Für unseren Fanclub war dies anzahlmäßig das größte Heimspiel in unserer Geschichte. Insgesamt konnten wir 76 Personen für das Spiel motivieren. Nach der verpatzten EM und dem Zittersieg gegen Georgien musste unsere Mannschaft unbedingt wieder eine überzeugende Leistung bringen. In einem kampfbetonten Spiel konnte Österreich ein 2:2 Unterschieden, dank zweier Tore von Marco Arnautovic, holen. Wales spielte eine starke EM und schied erst im Halbfinale, gegen den späteren Europameister Portugal, aus, daher kann man mit einem Punkt durchaus zufrieden sein.


EM in Frankreich, Juni 2016

Zur EM in Frankreich reisten wir in mehreren Gruppen. Manche machten aus der EM-Teilnahme einen zweiwöchigen Roadtrip, manche eine Kombination aus Roadtrip und Flugzeugen, manche bevorzugten nur das Flugzeug und wiederrum andere reisten mit Flugzeug und Zug. Insgesamt waren über 15 Saukarln in Frankreich unterwegs. Da wir nicht von allen verschiedenen Reisevarianten einen Bericht bringen wollen/können, folgt im Folgenden die Kombination aus Roadtrip und Flugzeug.

 

Gleich nachdem die Spielorte feststanden machten wir uns auf die Suche nach den besten/günstigsten Reisealternativen. Da das zweite und dritte Spiel in Paris bzw. Paris-St. Denis stattgefunden hat, haben wir nach der Auslosung Flüge von Wien nach Paris gebucht und die Anreise nach Bordeaux vorerst noch außer Acht gelassen. Wenige Wochen später als wir keine guten Flugkombinationen nach Bordeaux gefunden haben und uns auch der Tagesflieger vom ÖFB um € 499,00 zu teuer war, haben sich 3 Saukarln und ein befreundeter „Hurricane“ für einen Roadtrip entschieden. Unseren Berechnungen zufolge sollte ein 6-tägiger Roadtrip nicht viel mehr als der Tagesflieger kosten, aber wir würden natürlich viel mehr erleben. Und so war es auch. Der Roadtrip begann am 11. Juni (3 Tage vor dem 1. Spiel). Am ersten Tag schafften wir es bis nach Verona, wo wir in einem Hotel übernachteten. Gleich am nächsten Morgen ging es weiter nach Südfrankreich, entlang der Côte d’Azur fuhren wir über Monaco, Nizza und Cannes Richtung Portiragnes, ein Küstenort eine Stunde von Montpellier entfernt. Ein besonderes Highlight auf diesem Weg war ein Kurzaufenthalt an der Küste des Esterel-Gebirges mit seinen faszinierenden rötlichen Felsen. In Portiragnes trafen wir uns mit 2 anderen Saukarln, die die ganzen 2 Wochen über einen Roadtrip planten. Nach einer langen Nacht mit viel Alkohol am Strand, kühlten wir uns am Morgen im 18 Grad kalten Meer ab. Anschließend ging es weiter nach Bordeaux. Angekommen in der Innenstadt wollten wir eigentlich nur kurz etwas Essen gehen. Herauskommen ist jedoch eine lange, flüssige Nacht in einem Pub voll mit walisischen Fans. An dieser Stelle möchten wir den Walisern ein besonderes Lob für ihr Verhalten aussprechen. Ganz nach dem Motto „Fußball, Party, Alkohol“ feierten, tranken und sagen wir die ganze Nacht gemeinsam. Während sich zeitgleich andere Fans nur mit Gewalt begegneten, schlossen wir Fanfreundschaften. Am nächsten Tag folgte das Spiel im Stade Matmut-Atlantique gegen Ungarn. Zu diesem Spiel reisten übrigens noch 2 Mitglieder per Tagesflieger an. Selbstbewusst und voller Motivation erwarteten wir uns natürlich alle einen Sieg. Nach dem Spiel war die Enttäuschung groß, aber am nächsten Tag waren die Augen schon auf Paris gerichtet, wo wir in den zwei ausstehenden Spielen den Aufstieg fixieren hätten können. Allerdings waren wir noch in Bordeaux und wie anfangs erwähnt hatten wir im Vorhinein Flüge von Wien nach Paris gebucht. Am Vormittag des 15. Juni starteten wir eine 21-stündige Heimfahrt über Frankreich und Deutschland wieder zurück nach Österreich. Schließlich endete unser Roadtrip nach über 4.000 Straßenkilometern am Morgen des 16. Juni. Zeit für Erholung blieb nicht viel, nur 20 Stunden hatten wir zum Schlafen und Umpacken zur Verfügung, ehe es wieder am Flughafen ging. In Paris waren insgesamt 10 Saukarln. Während sich der eine Teil gleich wieder ins Nachtleben stürzte, nutzte der andere Teil den Abend vor dem zweiten Gruppenspiel zur Erholung, um am nächsten Tag die kulturellen Schönheiten von Paris aufzusuchen. Als wir am Spieltag zum Stadion gingen mussten wir insgesamt 4 Kontrolllinien durchqueren. Sicherheit ist natürlich wichtig, aber dass uns am Ende sogar die Transparente abgenommen wurden geht unserer Meinung zu weit. Vor allem die Kommunikationsschwierigkeiten (da die Ordner nur französisch sprachen und wir nur Deutsch oder Englisch) waren nicht leicht zu bewältigen. Hier hätte die ein oder andere Diskussion früher beendet werden können. Im Parc de Princes, dem Heimstadion von PSG, sorgten die österreichischen Fans für die beste Stimmung, die wir bis dahin als Fanclub erleben durften. Österreich erkämpfte sich ein 0:0 gegen (den späteren Europameister) Portugal. Durch das Unentschieden hatten wir den Aufstieg, mit einem Sieg gegen Island, noch selbst in der Hand. Dies musste natürlich bis in die Morgenstunden gefeiert werden. Am nächsten Tag stand ein Fanmatch gegen Deutschland am Programm, wo 2 unserer Mitglieder teilnehmen durften. Schauplatz dieses Ereignisses war das Stade Emile Anthoine am Fuße des Eiffelturms. Nach einer 4:1 Führung haben wir schlussendlich leider noch 5:4 verloren, aber bei dieser Kulisse (Match mitten im Paris, am Fuße des Eiffelturms vor ca. 200 Fans am sonnigsten Tag in den zwei Wochen) war das Ergebnis sowieso nur Nebensache. Die 2 Tage vor dem entscheidenden Spiel wurden für Sightseeing im Disneyland und in Paris verwendet. Am 22. Juni traf man sich mit anderen Fanclubs am Place de la Concorde, um anschließend mit der U-Bahn zur Basilique de St. Denis zu fahren. Dort warteten bereits tausende siegessichere Österreicher. Es folgte ein kurzer Marsch um Stade de France. Am Ende sollte es leider nicht reichen, das Spiel endete schlussendlich mit einer 1:2 Niederlage, womit Team und Fans die Heimreise antreten mussten. Es bleiben viele schöne Erinnerungen, auch wenn wir im Turnier keinen Erfolg hatten, diese geniale EM-Reise wird allen ewig in Erinnerung bleiben.


Österreich 1:2 Türkei, 29.03.2016

Drei Tage nach dem freundschaftlichen Länderspiel gegen Albanien stand ein weiteres Testspiel in Wien am Programm. Der Gegner dieses Mal, die Türkei. Unter den 26.000 Zusehern – Großteils türkisches Publikum – befand sich auch eine Gruppe von Saukarln.

 

Gemeinsam stimmte man sich bei einem Fußmarsch durch den Prater auf das Spiel ein. Bei sonnigen Wetter und die frühlingshaften Temperaturen war eine ausreichende Hydrierung unabdingbar. Beim Stadion angekommen machten wir uns, ausgerüstet mit Fahnen und Doppelhaltern, auf den Weg ins Innere. Der Einlass verlief gewohnt problemlos, da sämtliche Materialen angemeldet waren.

In einem über weiten Strecken ausgeglichen Spiel war es schließlich ein „Ostergeschenk“ von Goalie Robert Ramazan Özcan, der mit einem Direktpass zum Gegner, den Arda Turan via Lupfer dankend annahm, den Sieg bescherte.


Österreich 2:1 Albanien, 26.03.2016

Da ausnahmsweise an einem Samstag gespielt wurde, konnten wir uns vor der Zugfahrt nach Wien noch mit Würstel und alkoholischen Getränken im Garten eines Mitglieds stärken. Im Stadion waren 28.600 Zuschauer anwesend, für ein Testspiel relativ viel, jedoch musste man leider erkennen, dass mindestens die Hälfte der Anwesenden, Anhänger der albanischen Mannschaft waren. Die Stimmung in der Kurve war trotzdem größtenteils ganz ordentlich. Das Spiel gewann Österreich durch Tore von Janko und Harnik sowie Lenjani mit 2:1. Ein niveauarmes Spiel das Österreich knapp aber verdient für sich entschied.